» Über Wortgestöber    » Impressum    » RSS-Feed Donnerstag, 11. März 2010
Sie sind hier: MagazinMedien : "Action hält mich jung"

Jackie Chans Deutschlandpremiere in Köln

"Action hält mich jung"

Von Annika Wind

Mit "New Police Story" versucht Jackie Chan den Imagewechsel vom Kung-Fu-Helden zum Charakterdarsteller. Während seiner Deutschlandpremiere in Köln sprach der chinesische Actionheld über seinen Anspruch als Schauspieler und seine Leidenschaft für chinesische Liebeslieder.

Filmszene aus "New Police Story". Foto: 3L Filmverleih

Leichtfüßig steht er da, die Arme zu einer Kung-Fu-Pose gespannt und den Kopf hoch erhoben. „Dieser Film ist mein Imagewechsel“, sagt Jackie Chan und beweist zugleich, dass es nicht so ist. Zur Deutschlandpremiere seines neuesten Streifens „New Police Story“, der am Donnerstag in den Kinos startet (Besprechung folgt), ist die Kampfkunst-Ikone aus Hongkong nach Köln gekommen. Eine actiongeladene Produktion, in der er sich ernster als sonst aber nach wie vor als heldenhaften Kämpfer präsentiert.

Geduldig warten mehrere hundert Fans in einem Kölner Kino auf ihren Star, der in einem weißen Anzug aus chinesischer Seide erhaben den roten Teppich abschreitet, an dessen Ende die Filmpremiere steht. Immer wieder hält der kleingewachsene, sympathische Actionstar inne, unterschreibt Kampfvideos, posiert freundlich für Fotos. Spannend, brutal und etwas nachdenklich ist der fünfte Teil der Police-Story-Reihe geraten. Als Inspektor eines Sonderkommandos gibt sich Chan alias Inspektor Wing die Schuld für den Tod seiner Männer, die er bei einem scheinbar harmlosen Einsatz verloren hat.

Erstmals in seiner Karriere spielt der Kampfeskünstler eine gebrochene Persönlichkeit, einen Mann, der seine Schuldgefühle in Alkohol und Selbstmitleid ertränkt. „Die Zeit der Action-Komödien ist erstmal vorbei“, kündigt der 51-Jährige an. Er wünsche sich mehr Anerkennung für seine schauspielerischen Fähigkeiten. „Ich will nicht immer nur ein Actionstar sein, der schauspielert, sondern ein Schauspieler, der Actionfilme dreht“. Daher habe er auch Hollywood den Rücken gekehrt. „New Police Story“ ist, wie Chans erste Martial-Arts-Filme, in Hongkong gedreht und produziert worden. "Filme wie 'Rush hour' waren sehr erfolgreich, aber mit solchen Filmen habe ich mich nicht mehr wohl gefühlt", bekannte Chan.

In Zukunft plant der Actionheld verstärkt Dramen und Fantasy-Filme zu drehen. In diese Kategorie wird schließlich auch „The Myth“ fallen, für den es in Deutschland noch keinen konkreten Starttermin gibt. Ob sich Chans ersehnter Imagewechsel bewahrheitet, ist jedoch fraglich. In „New Police Story“ überzeugt er weniger in den ernsthaften Szenen, denn in komischen Momenten, in denen er mit seinem Partner Frank (Nicholas Tse) einer mörderischen Jugendbande auf die Schliche kommt.

Wie schon in zahlreichen anderen Filmen hatte er auch für sein neuestes Werk nicht nur die Hauptrolle, sondern zugleich die Produktion und die Koordination der Stunts übernommen. Eine Personalunion, die er als sein Erfolgsrezept ansieht. „Niemand kennt die Möglichkeiten einer Actionszene so gut wie ich“.

An die zahllosen Verletzungen, die er sich im Laufe seiner Karriere zugezogen hat, kann sich Chan nicht mehr erinnern. „Verbrennungen oder Schnittverletzungen zähle ich schon gar nicht mehr“, so der Schauspieler, der jedoch zugab, nicht selten mit der Angst zu kämpfen. „Ich bin immer erleichtert, wenn eine Actionszene funktioniert hat“. Zweifellos werden in „New Police Story“ Actionfans auf ihre Kosten kommen. In Schwindel erregender Höhe geht es kopfüber Wolkenkratzerfassaden hinab. Inspektor Wing hantiert mit Bomben, brennenden Seilen und Doppeldeckerbussen, die außer Kontrolle geraten und die halbe Stadt verwüsten.

„Action hält mich jung“, sagt der Familienvater, der einen Mix aus asiatischen Kampftechniken beherrscht und zugleich erstaunlich sanfte Seiten bereithält. In seinem Heimatland China hat sich Chan nicht nur als Kung-Fu-Held, sondern auch als Sänger etabliert. „Besonders Liebeslieder gehören zu meinem Repertoire“. Dass ihm eines Tages ein Regisseur die Hauptrolle in einem Liebesfilm auf den Leib schneidern würde, halte er jedoch für unwahrscheinlich.

DruckversionDruckversion  Artikel versendenArtikel versenden  Email an AutorEmail an Autor  Kommentar schreibenKommentieren

Das könnte Sie auch interessieren:


Die neuesten Kommentare


Melanie | 16.07.06 01:27 Uhr

Hallo! ^ ^

Jackie Chan habe ich am 10.10.2005 bei der Premierenfeier zu ´New Police Story´ live gesehen und ich muss sagen, er ist einfach super. Und er ist auch ein super Sänger. Ich habe eine CD von ihm. Habe ich mal bei Saturn bestellt. Die CD heisst ´The Best of Jackie Chan´. Ich schaue schon seine Filme seit fast ende der 80er und Anfang der 90er Jahre an. Ich finde durch die Filme kann man sehen, wie er sich vom Stuntmen zum Schauspieler entwickelt hat. Aber ´New Police Story´ ist einfach gigantisch. ^ ^

Helen | 11.02.07 16:34 Uhr

Hallo
Ich möchte auch ein mal Jackie teffen,aber dazu fehlt mir das Geld um nach Hong Kong zu fliegen.
Ich hab mit 4 Jahren das erste mal ein Jeckie Chan Film geshen und jetzt bin ich 18.

Helen | 11.02.07 16:35 Uhr

Hallo
Ich möchte auch ein mal Jackie teffen,aber dazu fehlt mir das Geld um nach Hong Kong zu fliegen.
Ich hab mit 4 Jahren das erste mal ein Jeckie Chan Film geshen und jetzt bin ich 18.

drilon | 22.08.07 19:29 Uhr

55555 tung

drilon | 22.08.07 19:29 Uhr

55555 tung

Thanh | 02.11.07 21:13 Uhr

er ist voll cool man,martial arts ist der geilste kampf sport überhaupt!!!

sami | 01.01.08 18:28 Uhr

was machst du so auser nur filme jakiechan




Alle 10 Kommentare anzeigen

Kommentar verfassen





Neues vom Film

» Grün, überall grün!
Sandra Nettelbeck ("Bella Martha") dreht "Helen" im kanadischen Vancouver.

» "Die haben gemerkt, dass ich ihnen gern zuhöre"
Gespräch mit Sung-Hyung Cho über Angeber-Bauern und ihren Film "Full Metal Village"

» "Stärke durch Schwäche"
Maria Schrader verfilmt Zeruya Shalevs "Liebesleben".

Thema Theater

» Wir sind zuständig für mehr Humanität"
Interview mit Roberto Ciulli, künstlerischer Leiter und Intendant des Theaters an der Ruhr.

Thema Literatur

» Motherfucker, hoppla, Vögelfantasien
Moritz von Uslar stellte seinen Roman "Waldstein" im Literaturhaus München vor.

 (c) Wortgestöber 2001 - 08 | Alle Rechte vorbehalten | Powered by Movable Type