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Sie sind hier: Besprochen | Belletristik (110 Artikel)
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Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie

Der Jahrhundertdenker

Helmuth Kiesels Biografie über das Leben des polarisierenden Schriftstellers Ernst Jünger ist nicht nur informativ und auf dem höchsten Stand der Forschung, sondern darüber hinaus eine unterhaltsame Lektüre, auch für Jünger-Laien. → Weiter
Von Nils Vollert | 11. 01. 2008.

Treibgut Anthologie "42 Spuren am Strand"

Fünf Jahre junge Literatur in Bochum

Die Anthologie „42 Spuren am Strand“ dokumentiert die Kulturarbeit der Bochumer Literaturinitiative Treibgut eindrücklich. Für Kenner der gegenwärtigen Literaturszene stellt sie eine spannungsreiche, teils namhafte Mischung dar. → Weiter
Von Nils Vollert | 10. 01. 2008.

Räuberhände

Raus hier

In seinem Roman-Debüt erzählt Finn-Ole Heinrich von zwei Freunden, die recht entschlossen den Ausbruch versuchen, aber nicht ganz so weit kommen. Samo mit der Pennermutter und Janik, das Lehrersöhnchen. Eine schöne Indie-Initiationsgeschichte. → Weiter
Von Johannes Gernert | 20. 12. 2007.

Dimitri Verhulst: Die Beschissenheit der Dinge

Glanz und Elend einer Jugend

Nach dem großen Erfolg mit „Problemski Hotel“ (2003) hat Dimitri Verhulst nun seine Lebensgeschichte in einen kurzweiligen Roman gepackt. Mit Witz und jeder Menge Charme erzählt er von einer Jugend zwischen Alkoholsuff und Prostitution, Polizei und Gerichtsvollziehern: „Die Beschissenheit der Dinge“. → Weiter
Von Nils Vollert | 12. 11. 2007.

Dzevad Karahasan: Berichte aus der dunklen Welt

Die Poetik des realen Balkans

Der jugoslawische Autor Dzevad Karahasan hat mit seinen „Berichte aus der dunklen Welt“ eine gelungene Ansammlung prosaischer Texte veröffentlicht, die sich aus realen Ereignissen und historischen Figuren speisen. Eine eindrucksvolle Lektüre für jedermann, der eine neue Perspektive auf den Balkan gewinnen möchte. → Weiter
Von Nils Vollert | 21. 10. 2007.

Martin Becker: Ein schönes Leben

Das Leben unter dem Vergrößerungsglas

Martin Becker hat jüngst auf dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb auf sich aufmerksam machen können. Der literarische Newcomer, 1982 im Sauerland geboren, hat seine erste eigenständige Veröffentlichung vorzuweisen: „Ein schönes Leben“. Ein überaus gelungener Erstling über das nackte Überleben in der Provinz. → Weiter
Von Nils Vollert | 18. 09. 2007.

Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg

Pilgern als Parabel zum Leben

Shirley MacLain und Paolo Coelho waren schon auf dem Jakobsweg unterwegs und haben drüber geschrieben. Muss jetzt auch noch Kerkeling sein? Ja, denn er nimmt seine Leser wirklich mit, erspart uns den moralischen Zeigefinger - und von seinem Sprachwitz bekommt man ohnehin nie genug. → Weiter
Von Heidrun Ochs | 13. 09. 2007.

Arnold Stadler: Komm, gehen wir

Ist Liebe ein Tuwort?

Capri. Es ist Sommer. Es ist heiß. Drei Menschen treffen aufeinander. Rosemarie und Roland, ein Paar, und Jim, aus Florida. Drei Leben, drei Mal Liebe. Eine – die zwischen Roland und Jim – darf nicht sein. Büchner-Preisträger Arnold Stadler erzählt von tragischer Liebe, Homosexualität, Katholizismus und Schwaben. → Weiter
Von Claudia Schuh | 23. 08. 2007.

Jean-Philippe Toussaints "Sich lieben" und "Fliehen"

Die Liebe, dieser Schmerz

Der belgische Autor Jean-Philippe Toussaint gilt als einer der großen der Gegenwart. Mit seinen Büchern „Sich lieben“ und „Fliehen“ bestätigt er diese Reputation eindrucksvoll. Das Werk über ein Paar, das sich voneinander trennen möchte, doch dazu nicht imstande ist, greift das Wesen der Liebe von einem ungewohnten Punkt: Dem Moment des Noch-Nicht-Hassens. → Weiter
Von Nils Vollert | 02. 07. 2007.

Jón Kalman Stefánsson: Das Knistern in den Sternen

Afrika? Pazifik? - Island! Und die Liebe.

Vorhang auf! Unter dem Sternenglanz des Himmels werden in Island wunderschöne Liebesgeschichten geboren. Voller Leidenschaft, voll pulsierenden Lebens und voller Poesie. Jón Kalman Stefánssons "Das Knistern in den Sternen" ist so eine. → Weiter
Von Heidrun Ochs | 04. 05. 2007.

Florian Illies: Ortsgespräch

Bröckelnde Heimat

Florian Illies porträtiert in seinem Buch "Ortsgespräch" sein Heimatdorf Schlitz, beschreibt Landeier und wie eine Rose aus der Heimat auf einem Balkon in Berlin blühen soll. Heidrun Ochs findet das Buch toll. Ein offener Brief. → Weiter
Von Heidrun Ochs | 26. 04. 2007.

Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht

Allein mit dir selbst

Jonas wacht eines morgens auf und die Welt um ihn herum ist leer. Kein Mensch auf den Straßen. Im Telefon und im Fernseher nur Rauschen. Nirgends ein Anzeichen eines Anschlags oder einer Katastrophe. Jonas versteht die Welt nicht mehr. Was ist denn nur los? Glavinic hat ein spannendes Gedankenexperiment gewagt: Er beschreibt, wie es ist, der letzte Mensch zu sein. → Weiter
Von Claudia Schuh | 13. 04. 2007.

Alexander Osang: Lennon ist tot

Robi allein in New York

Spiegel-Reporter Alexander Osang hat seinen zweiten Roman geschrieben. Die Initiationsgeschichte eines deutschen Abiturienten spielt in New York. → Weiter
Von Johannes Gernert | 12. 03. 2007.

Philip Roth: Jedermann

Endstation Leben

Der neue Roman des amerikanischen Autors Philip Roth „Jedermann“ ist eine morbide Erzählung über den Verfall eines Menschen, der auf seine ewige Jugendlichkeit hoffte. Wie immer überzeugt Roth’ anschaulicher und vielschichtiger Erzählstil, der sich von der ersten bis zur letzten Seite keinen Bruch und keine Ungenauigkeit leistet. Aber warum eigentlich eine Geschichte über „Jedermann“? → Weiter
Von Nils Vollert | 18. 02. 2007.

John Banville: Die See

Ein alter Mann am Meer

John Banville bekam 2005 für „Die See“ mit dem Man Booker Prize die bedeutendste englische Romanauszeichnung. Zu Unrecht, sagen einige, nicht nur weil der Autor mit Bildung hausieren gehe. In seiner Dankesrede sagte er damals, die Jury habe damit endlich ein Meisterwerk prämiert. Banville provoziert gerne. → Weiter
Von Claudia Schuh | 05. 01. 2007.

Bret Easton Ellis: American Psycho

"You can't always get what you want"

“Abandon all hope ye who enter here…“. So beginnt Bret Easton Ellis’ Roman "American Psycho" mit seinem berühmten Protagonisten Patrick Bateman. Ein Buch übrigens, dass die Bundesprüfstelle für BlaBlaBla jahrelang indiziert hatte und erst seit 2000 wieder oberhalb der Ladentheken käuflich zu erwerben ist. Eine gute Sache für alle, die nicht davor zurückschrecken einzusehen, dass die Welt – hier New York der 1980er – auch ganz schon brutal und scheiße sein kann. → Weiter
Von Matthias Steuber | 03. 12. 2006.

Oliver Uschmann: Voll beschäftigt

Die Marke Hartmut

Abgefahren. Irgendwie krank – und doch saucool. So kommt der zweite Teil des Serienromans „Hartmut und ich“ von Oliver Uschmann daher. Die abgefahrenste Männer-WG im Ruhrpott ist wie eh und je „Voll beschäftigt“. Der Leser kommt auf seine Kosten, denn Lachen ist gesund. Und subversiv. → Weiter
Von Nils Vollert | 03. 10. 2006.

Judith Liere: "Hit-Single"

Hit-Singlechen

Es gibt Journalistenbücher und Kolumnistenbücher. Dies ist ein Kolumnistinnenbuch. Judith Liere, Uni-Spiegel-Autorin, streckt ihre Single-Erlebnisse auf Romanlänge. Das ist unterhaltsam. Aber nicht unbedingt der Hit. → Weiter
Von Johannes Gernert | 28. 09. 2006.

Widar Aspeli: "Schneesturm"

Zeigefinger gegen Ecstasy

Ein eiskalter Krimi, der mit dem moralischen Zeigefinger die Nicht-Nutzung von Drogen aller Art anmahnt. Und das umpackt von einer oberflächlichen und verwirrenden Geschichte über einen Wochenendausflug einer Band in einen In-Skiort Südnorwegens. → Weiter
Von Meike Rosenplänter | 18. 09. 2006.

Moritz von Uslar: "Waldstein"

Toter Gieseking

Moritz von Uslar hat viele 100 Fragen gestellt - und dann auch mal ein Buch geschrieben. "Waldstein" handelt von Fischstäbchen, Vögelphantasien und vom Immer-immer-immer-weiter. → Weiter
Von Johannes Gernert | 18. 09. 2006.
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