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Anna-Maria Jung: Xoth! - Die unaussprechliche StadtSind das etwa Tentakel?Von Christopher BünteAnna-Maria Jung ist in der Inde-Comic-Szene keine Unbekannte mehr. Jetzt legt sie mit Xoth! - Die unaussprechliche Stadt ihr erstes eigenes Großprojekt vor. Offensichtlich versteht sie sich prima mit Lovecraft, Cthulhu und außerdimensionalem Gewürm. Ihre Fans haben darauf gewartet.
Ein Debut ist Xoth! eigentlich nicht. Die Autorin und Zeichnerin Anna-Maria Jung ist in der deutschen Independent-Comic-Szene jedenfalls keine Unbekannte mehr. Mit kurzen Beiträgen machte sie bereits in den Anthologien Panik Elektro, Jazam! und dem Comicgate-Magazin auf sich aufmerksam. Der Zeichenstil der österreichischen Künstlerin ist rund und glatt, auf den ersten Blick möchte man sagen: kinderfreundlich. Ihre Themen sind es jedoch weniger. Ob ausufernde Sexualität oder die innige Liebe zu einem Hirnegel – normal ist das nicht. Manchmal geht es derb zur Sache, gewürzt mit einer Prise österreichischem Dialekt und mit Techniken, die Jung aus dem Animationsfilm mitgebracht hat. Ihr neuer Comic Xoth! ist all das und mehr. Sie spinnt darin eine fabelhafte Geschichte über Monster, die Liebe und das Anderssein, angelehnt an die Arbeiten des Horror-Altmeister H. P. Lovecraft. Bei den Freunden dunkler Fantasy findet sein Cthulhu Mythos zahllose Fans und Verehrer. Jungs Diplomarbeit an der FH Salzburg diente ihr als wertvolle konzeptionelle Vorarbeit, bevor der Zeichenstift überhaupt zum ersten Mal geschwungen wurde. Sie kennt sich also in Lovecrafts Kosmos gut aus, was man ihrem Comic anmerkt und ihm die notwendige Dichte verleiht. In Zusammenarbeit mit Christopher »Piwi« Tauber, Stefan Dinter und dem Zwerchfell Verlag Stuttgart entstand dann Xoth! – Die unaussprechliche Stadt. Es ist bisher das umfangreichste und aufwendigste Comic-Projekt von Anna-Maria Jung. Ihr erstes eigenes Comic-Buch, irgendwie also doch ein Debut. Ihre Fan-Gemeinde hat lange darauf warten müssen. Das Thema von Xoth! ist einfach klasse! Freunde von Lovecraft und Cthulhu finden hier vollwertige Lesekost, die von Herzen und nicht von der Stange kommt. Die Handlung ist originell und nur bedingt vorhersehbar, allerdings weniger Horror, sondern vielmehr Comedy und Lovestory. Ein Buch wie ein Augenzwinkern: Leicht und nicht ganz ernst gemeint. Von der ersten bis zur letzten Seite ist Xoth! gute Comic-Unterhaltung. Xoth! – Die unaussprechliche Stadt Links:
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