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David Petersen: Mouse GuardKleine Mäuse ganz großVon Christopher BünteEinen der interessantesten Unterhaltungscomics des Jahres brachte Cross Cult mit auf den Erlanger Comic-Salon: Mouse Guard, gezeichnet und geschrieben von dem amerikanischen Comic-Neuling David Petersen.
In einem ungewöhnlichen, nämlich: quadratischen Format erzählt er die Geschichte der drei Mäuse Lieam, Kenzie und Saxon. Sie sind Mitglieder der berühmten Mäusewache, so der Name eines Ritterbundes, der die Städte, Wege und Grenzen des kleinen, verborgenen Mäusereiches beschützt. Schutz ist auch bitter nötig, denn Gefahren gibt es genug: Schlangen, Krebse und Verräter in den eigenen Reihen machen den Mäusen das Leben schwer. Ihren Hauptsitz hat die Mäusewache in der Burg Lockhaven, wo Oberin Gwendolyn den Einsatz ihrer tapferen Mäuse leitet. Mäuse im Mittelalter – die Idee ist klasse, noch dazu, wenn sie grafisch so exzellent umgesetzt wurde wie bei Mouse Guard. Obwohl Petersens Comic beim Max-und-Moritz-Preis in der Kategorie Bester Comic für Kinder lief, haftet der Geschichte wenig Kindliches an. Mouse Guard hat eine ernste Grundstimmung. Themen wie Pflichtgefühl, Treue, Ehre und Freundschaft werden angerissen, ohne durch Glamour oder Oberflächlichkeit überdeckt zu werden. Obwohl die erzählte Handlung eigentlich nicht sonderlich komplex ist, fühlt es sich so an, als würde man einen Blick in ein völlig neues, winziges Universum werfen. Petersen weiß, wer seine Charaktere sind und was in den Jahren vor der erzählten Handlung geschehen ist, wertvolle Vorarbeit, die seinem Werk die nötige Dichte verleiht. Mouse Guard lotet die Grenzen des Mediums Comic aus, optisch sehr nah am Bilderbuch, atmosphärisch sehr dicht am Fantasy-Epos, in der Ganzheit außergewöhnlich inspirierend. Petersen arbeitet bereits an einer Fortsetzung. Mouse Guard
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