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Blue Balliet: Das Pentomino-Orakel

Vermeer und Schokolinsen

Von Meike Rosenplänter

Petra und Calder sind jeweils zwölf Jahre alt, sehr seltsam und vor allem schlauer als das FBI. Sie retten ein Gemälde von Johannes Vermeer aus den Klauen eines sonderbaren Diebs, indem sie das Pentomino-Orakel befragen und aus rätselhaften Träumen geheime Botschaften herausfinden. Und für jeden Schritt in Richtung Lösung gibt es ein blaues M&M. Ein spannendes Kinderbuch.

Calder liebt seine Pentominos. Ein Satz Pentominos ist ein zwölfteiliges mathematisches Werkzeug, mit dem man mit etwas Übung Rechtecke formen kann. Oder Wörter, denn jedes Pentomino-Teil ist nach einem Buchstaben benannt. Und so trägt Calder sein Satz Pentominos immer in der Tasche und wenn er nicht weiter weiß, zieht er eines. Das ist sein Orakel.

Petra ist ebenso sonderbar. Sie ißt mittags immer Auberginenbrei, hat wirre Haare und lebt in einem Haus, wo es so viele Socken gibt, daß es einen gemeinsamen Sockenkorb gibt. Jeden Morgen ist also Socken suchen angesagt. Sie träumt, ohne je etwas von Vermeer gehört zu haben, von seinem Bild „Die Briefeschreiberin“. Und dann wird es gestohlen.

Petra und Calder wohnen in einer Straße in Chicago und besuchen die gleiche Klasse. Trotzdem brauchen sie lange, um sich anzufreunden. Dann aber umso mehr und gemeinsam gehen sie auf Verbrecherjagd. Dank Petras Vorahnungen und Träumen und Calders Pentomino-Orakel haben sie auch bald eine Verdächtige gefunden: Mrs Sharpe, die alte, eigenartige Nachbarin von Calder. Aber wie hängt ihre Lehrerin, Ms Hussey, die die Kinder sehr mögen, in der ganzen Geschichte drin? Ist sie auch verdächtig? Oder doch nur ein Opfer von Mrs Sharpe? Und was, wenn Mrs Sharpe auch nur Opfer ist?

In „Das Pentomino-Orakel“ geht es um Zufälle. Um Frösche, die verschwinden und anderswo vom Himmel regnen. Um die Zahl Zwölf. Und um Zufälle, die so gut zusammenpassen, daß es eigentlich schon keine Zufälle mehr sein können. Wieso zum Beispiel träumt Petra von Vermeer, während Calder sich gerade zwei Häuser entfernt ein Buch über den Maler anschaut? Und um den Zufall der Freundschaft, die doch immer wieder auf harte Proben gestellt wird.

„Das Pentomino-Orakel“ ist ein spannendes und schön zu lesendes Buch, nicht nur für Kinder. Es macht Lust, sich mehr mit Vermeer und seinen Bildern zu beschäftigen. Und die Rätsel, die in den Illustrationen gestellt werden, habe ich bis heute nicht entschlüsseln können...

Blue Balliett: Das Pentomino-Orakel. Fischer Schatzinsel, Frankfurt 2005. Preis: 12,90 Euro.

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Die neuesten Kommentare


Valerie  | 30.11.07 14:21 Uhr

Das Pentomino Orakel ist ein gutes Buch und deswegen habe ich es mir genau durch , gelesen weil ich es miener Klasse erzählen möchte was in dem Buch alles geschah aber das ist ja auch noch nicht alles ich wollte wissen ob dia Autorin BLUE BALIETT heißt ?



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